Umweltleitsätze

Umweltschutz ist ein Bestandteil unserer Unternehmensstrategie

Wir vermeiden Umweltbelastungen soweit wie möglich. Wir setzen Energie und Rohstoffe so sparsam wie möglich ein und nutzen sie sinnvoll. Wenn wir neu investieren, bedienen wir uns der besten verfügbaren Technik. Im Sinne dieser Zielsetzung nehmen wir Einfluss auf unsere Kunden und Vertragspartner.

Wir verstehen Umweltschutz als einen Prozess ständiger Verbesserung

Wir erfassen, dokumentieren und beurteilen die Tätigkeiten, die Auswirkungen auf die Umwelt haben, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Fortschritte im betrieblichen Umweltschutz wollen wir durch umfassende Aufklärung und Ausbildung der Mitarbeiter erreichen. Wir setzen uns überprüfbare Ziele zur Verbesserung des Umweltschutzes.

Wir schützen die Umwelt über die gesetzlichen Vorschriften hinaus

Wir halten die gesetzlichen Vorschriften ein. Als innovatives, umweltbewusstes Unternehmen wollen wir die mit dem Betrieb des Flughafens verbundenen Umweltbelastungen über diese Mindestanforderungen hinaus reduzieren.

Wir berücksichtigen die Interessen unseres Umfeldes

Wir führen einen offenen und kritischen Dialog mit der Öffentlichkeit. Sie erhält Informationen über die Umweltauswirkungen unseres Unternehmens. Wir nehmen ihre Anregungen, Fragen und Kritik ernst.

Wir fördern das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt am Standort Flughafen

Wir fordern jeden Mitarbeiter auf, im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens oder in direktem Kontakt mit den Verantwortlichen, Verbesserungsvorschläge zum betrieblichen Umweltschutz einzubringen.

Wir engagieren uns für den Klimaschutz

Wir reduzieren die durch unsere Aktivitäten entstehenden CO2-Emissionen oder gleichen sie aus. Wir erfassen regelmäßig unsere Treibhausgasemissionen und werten diese aus. Wir führen einen aktiven Dialog mit unseren Geschäftspartnern, um gemeinsame Reduktionsmaßnahmen zu planen und durchzuführen. Unser langfristiges Ziel besteht in einem CO2-neutralen Betrieb unseres Flughafens.

Aktuelles

Hier finden Sie News zu aktuellen Entwicklungen aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit in der gesamten Luftfahrtindustrie

Jahresstatistik 2015

Als größter Flughafen Norddeutschlands ist Hamburg Airport nicht nur das Tor zur Welt für über 10 Millionen Einwohner im Einzugsgebiet – mehr als 15.000 Menschen haben am Hamburg Airport ihren Arbeitsplatz. Die stadtnahe Lage des Flughafens bringt dabei viele Vorteile mit sich. Mit ihr ist allerdings auch eine besondere Verantwortung gegenüber den Anwohnern verbunden. Der Flughafen engagiert sich daher auf vielen Ebenen für eine Partnerschaft in der Region, die Menschen und Wirtschaft verbindet.

In dieser Jahresstatistik finden Sie aktuelle Ergebnisse zu Passagierzahlen, Flugbewegungen und Lärmschutz

Jahresstatistik_2015.pdf


Was ist Lärm?

Geräusche gehören zu unserem Alltag. Erst wenn diese Geräusche als störend empfunden werden, spricht man von Lärm. Jeder Mensch reagiert dabei unterschiedlich auf Intensität und Herkunft von Geräuschen. Selbst ein leise tickender Wecker kann manchem den Schlaf rauben. Laute Musik, die im Konzertsaal oder aus dem eigenen Lautsprecher erklingt, kann als angenehm empfunden werden. Geräusche und Lärm werden somit stets subjektiv wahrgenommen.


Der Airbus A320neo fliegt jetzt auch am Hamburg Airport

Ein besonderer Moment: Am 27. Januar 2016 landete der weltweit erste Airbus A320neo am Hamburg Airport. Die A320neo gehört zur neuesten Flugzeug-Generation und wird zurzeit von der Lufthansa auf der Strecke von Frankfurt nach Hamburg im Liniendienst eingesetzt.


Umweltfreundliche Rasenmäher

Ganz ohne Benzin und Motor kommen die vierbeinigen Rasenmäher am Hamburg Airport aus: 90 Schafe halten hier das Gras kurz. Rechtzeitig zu den Airport Days im August traten die wolligen Gehilfen wieder ihren Dienst am Flughafen an. Auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern im südwestlichen Teil des Geländes werden die Schafe noch bis Oktober im Einsatz sein.


Zertifikate - EMAS und ISO 14001 Cert.

Für die FHG ist das Erreichen einer sich auf hohem Niveau befindlichen Konstanz im organisierten Umweltmanagement besonders wichtig. Seit Juli 1998 lässt die FHG daher ihr System regelmäßig von unabhängigen Gutachtern überprüfen und zertifizieren. Diese externen Überprüfungen können nach zwei international, bzw. EU- weit anerkannten Standards durchgeführt werden: Die weltweit gültige Norm ISO 14.001 und die in der EU geltende Verordnung EMAS. Beide Vorschriften enthalten ähnliche Elemente. EMAS schreibt jedoch eine etwas größere Information der Öffentlichkeit über die Umweltaktivitäten vor. Dieses erfolgt in Form einer Umwelterklärung, die alle drei Jahre umfangreich über alle den Umweltschutz betreffenden Aspekte informiert.

Flughafenökologie

Biodiversität und nachhaltige Grünflächenbewirtschaftung

Honigbienen am Flughafen

Sie „wohnen“ ganz in der Nähe der Start- und Landebahnen am Hamburg Airport, auf ihren Ausflügen besuchen sie die Grünflächen und die Kleingärten und Parks ringsum: Rund 200.000 Bienen sind im Sommer am Flughafen unterwegs.

Seit 1999 lässt der Imker seine Bienenvölker jedes Jahr am Flughafen fliegen. Sie arbeiten zugleich als „Biodetektive“ und geben damit neben den regelmäßigen Luftgütemessungen Hinweise auf mögliche Schadstoffe in der Umgebung.

Jedes Jahr wird der Honig sowohl im Bieneninstitut in Celle als auch bei einem unabhängigen Labor in Süddeutschland ausgiebig analysiert. Die chemisch-physikalischen Werte waren in all den Jahren immer einwandfrei. Der Honig entsprach immer den Anforderungen der Deutschen Honigverordnung und des Deutschen Imkerbundes und wurde jedes Mal als unbelastet beurteilt.

Insgesamt liefern die Flughafenbienen jährlich rund 150 Kilogramm. Mit seinem Bienenprojekt gehörte Hamburg Airport seinerzeit zu den Vorreitern. Inzwischen sind zahlreiche andere Flughäfen dem Beispiel gefolgt. 

  >> Hier finden Sie weitere Informationen zum Honigbienenprojekt

Projekt zum Schutz von Wildbienen

Hamburg Airport hat aber nicht nur seine Honigbienen im Blick. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung wurde 2015 ein fünfjähriges Projekt zum Schutz der Wildbienen in Hamburg gestartet. Dabei sollen mehr „wildbienenfreundliche“ Lebensräume im städtischen Raum entstehen. Hamburg Airport wird in den kommenden Jahren vermehrt wertvolle Brut- und Nistplätze sowie blütenreiche Wiesen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes für die Wildbienen anlegen. So wird den Insekten auf dem Flughafengelände eine noch vielfältigere und bessere Lebensgrundlage geboten.

Rund die Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland – die bekanntesten davon sind übrigens unsere Hummeln – stehen auf der Roten Liste. 67 Arten sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. „Wir möchten aktiv dazu beitragen, den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen“, sagt Axel Schmidt, Leiter des Zentralbereichs Umwelt. „Hamburg Airport und die Bienen – Natur und Technik im Einklang. Unser Wildbienenprojekt ist das neueste Beispiel, aber dennoch nur eines von vielen für unseren Einsatz zum Schutz der Umwelt“. 

   >> Hier finden Sie weitere Informationen zum Wildbienenprojekt

Bienen bekommen ihr eigenes „Hotel“ am Hamburg Airport

 

Im Rahmen dieses Projekts hat Hamburg Airport zwei große „Insektenhotels“ aufgestellt – künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfen, die vielen bereits aus der Schulbiologie bekannt sind. Eines der tierischen „Hotels“ hat auf dem oberen Parkdeck des P4 in der Nähe des „richtigen“ Flughafenhotels Platz gefunden – gut sichtbar für ankommende Gäste. Das zweite Insektenhotel steht auf der Terrasse des Airport-Verwaltungsgebäudes, um auch die Mitarbeiter des Flughafens über das Thema Artenschutz und biologische Vielfalt zu informieren. Übrigens: „Wildbienen stechen nicht – im Gegensatz zu Honigbienen oder Wespen, wenn sie sich bedroht fühlen“, beruhigt Imker Ingo Fehr.

 

Vogelschlagprävention

 

 

 

Was ist Vogelschlag?

Als "Vogelschlag" wird in der Luftfahrt die Kollisionen zwischen Flugzeugen und Vögeln bezeichnet. Inwiefern eine potenzielle Gefahr von den Vögeln ausgeht, hängt von deren Gewicht und Flugverhalten ab. Start und Landung stellen die sensibelsten Phasen eines Fluges für den Vogelschlag dar. Hamburg Airport ist verkehrssicherungspflichtig, d.h. er muss die Gefahren des Vogelschlags identifizieren, dokumentieren und soweit wie möglich reduzieren.

 

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen am Hamburg Airport kann nicht verhindern werden, dass Flugzeuge und Vögel hin und wieder aufeinandertreffen. Besonders kritische Flugzeugteile bei einem solchen "Bird Strike" sind die Cockpitscheiben sowie die Triebwerke und ihre erste Schaufelreihe. Gemäß den geltenden Vorschriften der Joint Aviation Requirements (JAR, ein gemeinsames Regelwerk der europäischen Zivilluftfahrtbehörden) für die Zulassung von Luftfahrzeugen, muss selbst nach einem schweren Vogelschlag eine sichere Fortsetzung des Fluges stets gewährleistet sein.

 

Wie oft ereignet sich Vogelschlag und welche Arten sind daran beteiligt?

Pro Jahr zählt Hamburg Airport etwa 35 Vogelschläge. Beteiligte Vogelarten sind vor allem Möwen, die bei stürmischen Wetterlagen zahlreich am Flughafen rasten, aber auch Einzeltiere wie Krähen, Tauben, Bussarde und Turmfalken. Den zahlenmäßig größten Anteil stellen jedoch Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalben sowie Feldlerchen. Am Hamburg Airport konnten die Vogelschläge mit Auswirkungen auf das Luftfahrzeug in den vergangenen Jahren auf etwa 2-3 Stück pro Jahr reduziert werden.

 

Welche Maßnahmen trifft der Flughafen um Vogelschläge zu vermeiden?

Die Flugbetriebsflächen haben eine Größe von etwa 500 Fußballfeldern, das sind im städtischen Umfeld Hamburgs eine der größten zusammenhängenden Grünflächen. Vögel nutzen diese Flächen gerne als Nahrungs-, Rast und Ruhehabitat. Mit einem gezielten Grünflächenmanagement reduziert der Flughafen das vorhandene Nahrungsangebot so weit wie möglich. Langgrasbewirtschaftung macht den Standort für die Vögel unattraktiv, denn Vögel ziehen für Brut und Nahrungssuche offen einsehbare Flächen mit niedrigem Vegetationsstand vor.

Darüber hinaus werden auch die Randbereiche des Flughafens in der Weise gestaltet, dass große, den Flugbetrieb gefährdende oder in großen Schwärmen auftretende Vogelarten ihre ökologischen Ansprüche an einen Lebensraum nicht erfüllt finden.

Zudem werden gezielt Gegenspielerpotenziale ausgenutzt, d.h. die auf dem Flughafengelände lebenden Füchse werden möglichst nicht beeinträchtigt. Eine Fuchsfamilie vertilgt in einem Jahr bis zu 120 kg Frischfleisch in Form von Mäusen und reduziert damit das Nahrungsangebot für Vogelarten wie Mäusebussard, Turmfalke, Möwen und Krähen.  

 

Auf Basis der wöchentlich stattfinden Erhebungen des Vogelbestandes können alle getroffenen Maßnahmen auf ihre Effektivität hin überprüft werden. Dabei wurde festgestellt, dass die besondere Attraktivität der Flugbetriebsflächen darauf beruht, dass das umzäunte Gelände relativ frei von menschlicher Störung ist. Ziel der vergangenen Jahre war es daher, den vogelschlagrelevanten Tierarten diese ´safty site´ zu nehmen. Neben der bewährten Pyrotechnik wird dafür auf speziell trainierte Greifvögel zurückgegriffen. Ziel ist die natürlichen Feindvermeidungsstrategien der Vögel auszunutzen und diese mit der Falknerei nachhaltig und emissionsfrei aus den Flugbetriebsflächen zu vergrämen.

 

Darüberhinausgehend werden an der betrieblichen Infrastruktur alle Möglichkeiten genutzt, um Vögeln Rast- und Ansitzmöglichkeiten zu nehmen. Hierzu zählen u.a. das Anbringen von Netzen an Gebäuden und der Montage von Vogelabwehrspikes an Schildern.

 

Mit den beispielhaft aufgeführten Maßnahmen schafft Hamburg Airport im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht das Umfeld für einen sicheren Flugbetrieb. Neben den bewährten, technischen Maßnahmen werden zunehmend natürliche Regelmechanismen in das gesamte Wildlife-Management implementiert, um deren Erfolge nachhaltig und umweltverträglich zu sichern.

 

 



Abfall und Entsorgung

Die Entsorgung der auf dem Flughafengelände entstehenden Abfälle wird zentral durch die Abteilung Infrastrukturelles Facility Management und die Stabsstelle Umweltschutz koordiniert.

Abfall - reduzieren, trennen, recyclen

Abfall - reduzieren, trennen, recyclen

Im Jahr 2013 fielen auf dem Flughafengelände 3.265 t an gewerblichen Abfällen an. Die fachgerechte Entsorgung liegt im Verantwortungsbereich der Flughafen Hamburg GmbH und wird durch qualifizierte Dienstleister sichergestellt. Ziel ist es, so wenig Abfall wie möglich zu verursachen und auch die Menge an nicht wiederverwertbarem Restmüll möglichst gering zu halten.

Abfallberatung und Vorschriften

Abfallberatung und Vorschriften

Besonders überwachungsbedürftige Abfälle stehen an einem Flughafen immer wieder im Blickpunkt. Das sind unter anderem Altöle, Frostschutzmittel, Farben, Leuchtstoffröhren und Batterien.

Weitere Abfälle entstehen durch die Kabinenreinigung, die sich in erster Linie aus Papier und Restmüll zusammensetzen.

Die Entsorgung von überwachungsbedürftigen Abfällen wird immer von der Umweltabteilung begleitet.

Der Abfallbeauftragte wird vom Zentralbereich Umwelt gestellt und steht bei Fragen gerne zur Verfügung.

Kontakt



Thomas Bruns

Fluglärmtechnik, Emissionsmessung u. Simulation,Forschungsprojekte


Tel.: +49 (0)40 / 5075 - 2272

Fax: +49 (0)40 / 5075 - 1878

E-Mail: tbruns@ham.airport.de

Udo Bradersen

Umweltmanagementbeauftragter, Energie, Abfall, Luftqualität


Tel.: +49 (0)40 / 5075 - 1662

E-Mail: ubradersen@ham.airport.de

Ingo Fehr

Flughafenökologie, Biodiversität


Tel.: +49 (0)40 / 5075 - 1349

E-Mail: ifehr@ham.airport.de

Infrastrukturelles Facility Management

Tel.: +49 (0)40 / 5075 – 2537

E-Mail: fr-f@ham.airport.de

Für weitere Informationen...

... können beim Zentralbereich Umwelt kostenlos DVDs zu den Themen Flughafenökologie und zur Lärmschutzhalle angefordert werden. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.