Nantes - dynamische Kulturmetropole an der Loire

Kunst, Kultur, Kuriositäten – das ist Nantes. Fast an jeder Ecke verschönern Skulpturen und Werke zeitgenössischer Künstler den öffentlichen Raum. Doch Nantes hat noch viel mehr zu bieten: Das romantische Städtchen an der Loire lädt mit seinen malerischen Altstadtgassen zum Verweilen ein, verzaubert den Besucher mit idyllischen Parks und lauschigen Gärten und erwacht am Abend in aufregenden Pubs, Bistros und Bars zu Musik und Wein erst richtig zum Leben.

 

Die frühere Hauptstadt der Bretagne, auch überregional bekannt für seine rege Kunstszene, ist mit ihren rund 300.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Frankreichs. Seit 1941 ist Nantes nicht mehr Teil der Bretagne, sondern Verwaltungssitz des Départements Loire-Atlantique und der Region Pays-de-la-Loire angegliedert.

 

Kultur am grünen Band

 

Kunst und Kultur prägen das Leben und den urbanen Raum in der faszinierenden Stadt an der Loire. Ihr kreatives und modernes Flair macht sie besonders für Connaisseurs zeitgenössischer Kunst einzigartig. Die Möglichkeiten, Kunst in dieser Stadt zu entdecken, scheinen schier endlos – richten Sie Ihren Blick deswegen öfters mal gen Boden. Durch die gesamte Stadt zieht sich eine grüne Linie, die Sie innerhalb von zwei Stunden zu gut 30 Sehenswürdigkeiten führt.

 

Neben skurrilen Kunstwerken und moderner Architektur stößt der Besucher so auch auf das mittelalterliche Herz der Stadt: das Viertel Bouffay. Mit seinen zahlreichen kleinen Geschäften, lieblichen Cafés und pittoresken Gassen lädt das belebte Quartier zum Schlendern und Verweilen ein. Bewundern Sie die gotische Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul sowie das Schloss der Herzöge der Bretagne (Château des ducs de Bretagne). Ein absolutes Highlight ist außerdem die Einkaufsmeile Passage Pommeraye, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde und einen ganz eigenen altmodischen Charme besitzt, der die Pracht vergangener Zeiten heraufbeschwört. Eine weitere Attraktion im Viertel Bouffay: das „Musée des Arts de Nantes“, das 2017 nach sechs Jahren Umbauzeit wiedereröffnete. Besucher bestaunen hier unter anderem Werke von Picasso, Raoul Dufy und Rodin.

 

Kunst, die (sich) bewegt

 

Auf Nantes‘ ehemaligem Industriegelände auf einer Insel mitten in der Loire treibt die Gruppe „La Machine“ – ein Kollektiv von Künstlern, Ingenieuren und Handwerkern –  ihr kreatives Unwesen. Sie baut in einem früheren Lagerhaus mechanische Geschöpfe aus Holz, Metall und Leder. Die berühmteste – und imposanteste – Schöpfung des erfinderischen Teams ist der „Grand Eléphant“. Seine Maße sind beeindruckend: zwölf Meter hoch und 45 Tonnen schwer ist der artifizielle Dickhäuter. Neben den offensichtlichen Unterschieden zu einem echten Lebewesen gibt es noch eine weitere Besonderheit: Auf dem Großen Elefanten von Nantes haben bis zu 45 „Passagiere“ Platz. Nach Kauf eines Tickets erklimmt der Wagemutige den Rücken des Elefanten und wird von ihm mithilfe von Schienen im gemächlichen Tempo über die Insel getragen. In der „Galerie der Maschinen“ hausen übrigens noch viele weitere mechanische Tiere: Raupen, Ameisen und Rochen.

 

Hinsichtlich dieser kreativen und originellen Kunstwerke überrascht es kaum, dass Nantes der Heimatort des Schriftstellers Jules Verne war, Verfasser von Werken wie „Reise um die Welt in 80 Tagen“ oder „Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“. Das kleine, aber feine Jules-Verne-Museum in der Nähe der Insel widmet sich ganz dem Leben und Arbeiten des 1905 verstorbenen Autors.

 

Die Vielzahl an eindrucksvollen Maschinenwesen ist nicht die einzige Attraktion der „Île de Nantes“. An der Westseite der Insel hat sich mittlerweile ein quirliges Viertel etabliert, mit hippen Cafés und trendigen Restaurants. Besonders zum späten Nachmittag hin füllt sich die alte Bananenlagerhalle „Hangar à Bananes“ mit jungen Leuten, die den Abend mit Wein, Musik und Tanz ausklingen lassen.

 

Kraft tanken im Grünen

 

Nantes ist grün und umweltbewusst. Überall im Ort laden Grünflächen zum Ausruhen und Regenieren ein. Dank des modernen öffentlichen Verkehrsnetzes erkundet der naturbewusste Reisende die gesamte Stadt ohne Auto. Auch das Preisgericht der Europäischen Kommission war von den Aktionen der Stadt für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit überzeugt: Am 21. Oktober 2011 wurde Nantes die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas 2013“ verliehen. Dieser Preis würdigt die außergewöhnlichen Bestrebungen der lokalen Akteure, Nantes zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Stadt zu machen. Die Ehrung war keine Überraschung, denn bereits 2004 kürte das „Time Magazine“ den Ort am Atlantik aufgrund seiner hohen Lebensqualität zur „angenehmsten Stadt Europas“.

 

Gärten und Parkanlagen durchziehen die Stadt wie grüne Adern. Ein wunderschönes Beispiel für die Vielfalt von Nantes‘ Anlagen stellt der botanische Garten „Jardin des Plantes“ dar. Er befindet sich direkt am Bahnhof und besticht mit skurrilen Kunstwerken und Installationen auf sieben Hektar Fläche. Bereits im 17. Jahrhundert ließ Ludwig XIV den Garten anlegen. Nach einer landschaftlichen Neugestaltung durch Jean-Marie Ecorchard im Jahre 1836 ist die Anlage seit 1865 für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Japanische Garten auf der Insel Versailles ist ein weiteres Highlight für Pflanzenliebhaber. Idyllische Seen, kleine Wasserfälle und geschmackvoll arrangierte Steingärten laden zum Träumen und Entspannen ein.

 

Kurioses entlang der Loire

 

Eine ganz besondere Attraktion im Département Loire-Atlantique ist der 60 km lange Kunstparcours „Estuaire“, der bis nach Saint-Nazaire am Meer führt. Die Route lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Praktischerweise warten in Nantes fast an jeder Straßenecke Selbstleih-Fahrräder von Bicloo auf den Reisenden. Mit ihnen radelt er mühelos die traumhaft schöne Route direkt am Ufer entlang. Der Parcours überrascht dabei mit über 30 Kunstwerken, die von zeitgenössischen Künstlern entweder am, über oder direkt im Wasser installiert wurden. So versetzt das dreistöckige Haus „La Maison De La Loire“ den Besucher in Erstaunen. Es wurde vom französischen Künstler Jean-Luc Courcoult kurz unterhalb der Wasseroberfläche des Flusses errichtet.

 

Die imposante 120 Meter lange „Schlange des Ozeans“ von Huang Yong Ping ist nicht minder aufsehenerregend: Ein riesiges Schlangenskelett aus Aluminium ragt an der Mündung der Loire aus dem Wasser und nimmt den fleißigen Radfahrer am Ende der Tour in Empfang. Wer es ein wenig gemütlicher mag, schippert in den Sommermonaten einfach mit dem Schiff von Nantes nach Saint-Nazaire und erspäht dabei einen Großteil der außergewöhnlichen Skulpturen von der Reling aus. Eine Fahrt dauert zweieinhalb Stunden und verschafft Ihnen einen einmaligen Blick auf die eindrucksvolle Landschaft und Natur entlang der Loire.

 

Kreatives Sommerspektakel

 

Echte Kunstfans sollten auf jeden Fall vom 30. Juni bis zum 26. August 2018 nach Nantes reisen. Dann findet das alljährliche Kunstfestival der Stadt, „Le Voyage à Nantes“, statt, bei dem Künstler, Kreative, Köche, Gärtner und Musiker den öffentlichen Raum gestalten. Die 40 Stationen, die die kulturellen Einrichtungen der Stadt miteinander verbinden, machen Nantes noch charmanter, verrückter, kreativer und innovativer als bereits über das ganze Jahr hinweg.

 

 

Über HOP!:

 

Die Tochtergesellschaft von Air France wurde 2013 gegründet und entstand aus dem Zusammenschluss der regionalen Gesellschaften Brit Air, Airlinair und Regional Airlines. Ihren Sitz hat sie in Rungis und ihre Basis auf dem Flughafen Paris-Orly. Seit dem 29. Oktober 2017 verbindet Hop! Hamburg dreimal pro Woche mit Nantes.

 

In Nantes haben die Passagiere aus Hamburg auch gute Anschlussmöglichkeiten zu weiteren französischen Zielen wie Lille, Saint Nazaire, Lyon, Marseille, Montpellier und Toulouse.

 

 

Hamburg – Nantes

 

 

Abflug in Hamburg

Ankunft in Nantes

Montag, Mittwoch, Freitag

12:55 Uhr

14:50 Uhr

 

Abflug in Nantes

Ankunft in Hamburg

Montag, Mittwoch, Freitag

10:15 Uhr

12:15 Uhr

 Ab 10. Mai bis 19. Juli und ab 4. September bis 29. Oktober 

 

Abflug in Hamburg

Ankunft in Nantes

Montag, Dienstag Mittwoch, Donnerstag, Freitag

12:55 Uhr

14:50 Uhr

 

Abflug in Nantes

Ankunft in Hamburg

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag

10:15 Uhr

12:15 Uhr

 Ab 13. Mai bis 15. Juli und ab 2. September bis 21. Oktober 

 

Abflug in Hamburg

Ankunft in Nantes

Montag, Dienstag Mittwoch, Donnerstag, Freitag

12:55 Uhr

14:50 Uhr

Sonntag

16:45 Uhr

18:45 Uhr

 

Abflug in Nantes

Ankunft in Hamburg

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag

10:15 Uhr

12:15 Uhr

Sonntag

14:05 Uhr

16:05 Uhr

Tickets sind auf der Website von Air France oder im Reisebüro buchbar.

Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. Änderungen vorbehalten.

Unsere Highlights in Nantes:



Der Nantes-Pass

Brasserie La Cigale

Das vom Architekten Émile Libaudière gestaltete und unter Denkmalschutz stehende Restaurant ist eine wahre Institution von Nantes. Am 1. April 1895 wurde es zum ersten Mal eröffnet, seit 1982 ist es eine Brasserie. Ein Besuch lohnt sich: nicht nur wegen der großen Auswahl an Meeresfrüchten, sondern auch wegen der beeindruckenden Art-Nouveau-Einrichtung.

Marché de Talensac

Lassen Sie sich den bunten und lebhaften Marché de Talensac nicht entgehen! Händler verkaufen dort täglich, außer montags, von 7-13 Uhr eine Vielzahl an Blumen, Kleidung und köstlichen Leckereien.