Hamburg Airport startet mit der Air Cargo Plattform FAIR@Link in die digitale Zukunft

Hamburg Airport startet mit der Air Cargo Plattform FAIR@Link in die digitale Zukunft

Mehr Nachhaltigkeit und Transparenz sowie schnellere und effizientere Prozesse für die an den Umschlagsprozessen beteiligten Unternehmen

30.10.2019 -

Mehr Nachhaltigkeit und Transparenz sowie schnellere und effizientere Prozesse für die an den Umschlagsprozessen beteiligten Unternehmen – diesen Herausforderungen hat sich Hamburg Airport zusammen mit einer Pilotgruppe und dem Softwarespezialisten DAKOSY gestellt. Heute geht das neue Portal FAIR@Link - nach sechsmonatiger Testphase - für die digital unterstützte Air Cargo Abfertigung im Hamburg Airport Cargo Center in Betrieb.

Der Luftfrachtmarkt hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Expressdienstleister haben neue Maßstäbe für den Versand von Luftfrachtgütern gesetzt, die insbesondere auf schnellere Durchlaufzeiten zielen und damit den klassischen Luftfrachtmarkt unter Druck setzen. Als einer der ersten deutschen Flughäfen hat Hamburg Airport reagiert und die Digitalisierung der Prozesse vorangetrieben, bestätigt Alexander Müller, Leiter Cargo am Hamburg Airport: „Die neue Plattform ist für uns ein wichtiger Schritt in die digitale Zukunft. Mit FAIR@Link können wir die Umschlagsprozesse entscheidend verbessern und das steigende Verkehrsaufkommen landseitig effizienter abwickeln. Gleichzeitig steigern wir die Nachhaltigkeit und fördern ein umweltverträgliches Wachstum des Standorts.“

Über FAIR@Link können die Spediteure Zeitfenster für die Anlieferung buchen. Es resultieren verkürzte Abfertigungs- und Wartezeiten, mehr Transparenz entlang der Transportkette und eine verbesserte Dokumentation für die Handlingagenten, da sie die Daten nicht mehr neu erfassen müssen – was wiederum Fehler vermeidet und Zeit einspart. Besonderer Vorteil der Digitalisierung ist, dass durch das System die Export-Zollanmeldungen vorbereitet und bei Einfahrt in den Zollamtsbezirk Hamburg-Flughafen automatisch und elektronisch dem Zoll gestellt werden können.

Slotbuchung sorgt für bessere Planbarkeit

Alle Teilnehmer konnten bereits in der Pilotphase spürbare Verbesserungen in ihren Abläufen feststellen. Zu den Pilotteilnehmern zählten neben Hamburg Airport und DAKOSY die Spediteure CROSS FREIGHT, Delta-Stallion, a.hartrodt und SABLE, die Handlingagenten LUG und Swissport, das Zollamt Hamburg-Flughafen sowie der Verein Hamburger Spediteure. Für die Spediteure bringt Jens Sorgenfrei, Geschäftsführer der CROSS FREIGHT Internationale Speditionsges. mbH, die Vorteile auf den Punkt: „Über FAIR@Link vorangemeldete Transporte werden von den Handlingagenten am Airport bevorzugt abgefertigt. Durch die Slot-Termine sparen wir täglich einige Stunden ein. Die Prozesse sind planbarer. Insgesamt profitieren wir bei der Zoll- und der Rampenabfertigung.“ Ebenfalls positiv äußert sich Dr. Jürgen Vogt, Geschäftsführer der LUG Hamburg für die Handlingagenten: „Mit der Slotbuchung erhalten wir bereits vor Ankunft der Ware alle Informationen in unser EDV-System. Die Daten müssen bei der Dokumentenannahme nicht erneut erfasst werden. Dadurch realisieren wir deutliche Zeiteinsparungen und beschleunigen den Annahmeprozess. Wir gewinnen mit FAIR@Link mehr Transparenz über die Prozesse und können unsere Kapazitäten hinsichtlich der Rampen- und Personalverfügbarkeit besser steuern.“

Die Plattform wurde von DAKOSY entwickelt, die auch das Port Community System für den Hamburger Hafen und das Cargo Community System für den Frankfurter Flughafen betreibt. Ulrich Wrage, Vorstand der DAKOSY, freut sich, dass sein Unternehmen den Digitalisierungsprozess am Hamburger Flughafen unterstützen kann: „Durch Vernetzung und intelligente Prozessunterstützung kann FAIR@Link die physischen Prozesse zwischen den Unternehmen optimieren und eine deutlich schnellere und transparentere Abwicklung erreichen. Darüber hinaus fördert die Plattform die ökologischen Aspekte, denn eine optimierte Verkehrsteuerung und verringerte Abfertigungs- und Wartezeiten führen zu CO2-Einsparungen. Und nebenbei wird auch Papier gespart.“

 

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Alina Holly-Peters