Als stadtnaher Flughafen nimmt Hamburg Airport die Verantwortung gegenüber seinen Nachbarn in Bezug auf Lärmschutz sehr ernst. Rund um den Flughafen sind die Lärmimmisionen in den beiden vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zu 1997 ist der Lärmteppich bei stetig steigenden Passagierzahlen um rund ein Drittel gesunken, während sich die Passagierzahlen im gleichen Zeitraum fast verdoppelt haben.

Lärmschutz – aktiv und passiv

Wichtige Bausteine auf diesem Weg sind vor allem das lärmabhängiges Anreizsystem bei den Start- und Landeentgelten sowie der damit verbundene Einsatz leiserer und effizienter Flugzeuge. Darüber hinaus hat Hamburg Airport in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten über 40 Millionen Euro in passive Lärmschutzmaßnahmen investiert. Auch in Zukunft wird der Hamburger Flughafen alle Anstrengungen unternehmen, um die Lärmbelastungen so gering wie möglich zu halten.

Unser Ziel: eine faire Balance

Hamburg Airport ist es wichtig, eine Balance zwischen den touristischen und wirtschaftlichen Interessen der Metropolregion Hamburg einerseits und dem berechtigten Ruhebedürfnis der Anwohner andererseits sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund wurde bereits 1998 eine Obergrenze für den in Hamburg und Schleswig-Holstein zulässigen Fluglärm festgelegt: das sogenannte Lärmkontingent.

Lärmkontingent als Obergrenze

Das Lärmkontingent beschreibt die flächenmäßige Ausbreitung des Fluglärms in einer Kontur von > 62 dB(A) und wird jährlich auf Basis der Flugdaten der sechs verkehrsreichsten Monate (in der Regel: Mai bis Oktober) neu berechnet. Als Obergrenze und Vergleichswert dient dabei die im Bemessungsjahr 1997 berechnete äquivalente Lärmfläche von 20,4 km². In den vergangenen Jahren wurde das zulässige Lärmkontingent stets unterschritten. 2018 lag es bei 13,95 km² – rund 32 Prozent niedriger als im Jahr 1997 und rund 4,8 Prozent kleiner als 2017. Noch in den siebziger und achtziger Jahren betrug diese Vergleichsfläche noch fast 80 bzw. 46 km².



Weniger Lärm – trotz Wachstum

Diese Werte machen deutlich, dass steigende Passagierzahlen nicht im gleichen Maße zu einem Anstieg des damit verbundenen Fluglärms führen. Der Grund: Neben dem Einsatz moderner, leiserer Flugzeuge steigt die Auslastung der Maschinen. Flugzeuge der neuesten Generation wie der Airbus A320neo werden beim Start rund 5 bis 6 dB(A) und damit noch einmal spürbar leiser sein.

Lärmschutzmaßnahmen